stadtgeschichte

Der Name der Stadt wird zum ersten Mal 1056 erwähnt. In der "Brauweiler Chronik" heißt es, dass die Königin von Polen Richeza dem Erzbischof von Köln das Land um Coburg schenkte. Der Graf von Henneberg gelangt 1248 in den Besitz der Stadt. Der Kaiser verleiht Coburg 1331 das Recht sich selbst zu verwalten und die eigene Gerichtsbarkeit, nach dem Vorbild der Stadt Schweinfurt.
In der Stadt floriert, durch ihre günstige Lage an der Handelsstraße Nürnberg-Leipzig, der Handel und sie wird immer reicher.

1353 geht Coburg in den Besitz der Markgrafen von Meißen über. Zudem erhält es sein Stadtwappen, einen Löwen. 1430 verändert sich dann das Stadtwappen, es ist jetzt der Hl. Mauritius zu sehen. Im Zuge der sächsischen Teilung fällt die Stadt 1485 an die Ernestische Linie. Die Reformation gelangt 1524 in die Stadt. 6 Jahre später hält sich Martin Luther für 6 Monate, während der ständige Reichstag in Augsburg tagt, in der Veste der Stadt auf. Das um 1250 gegründete Franziskanerkloster wird 1547 zu einem Residenzschloß, der Ehrenburg, umgebaut. 1586 tritt Herzog Johann Casimir seine Regentschaft an. Er verlegt seine Residenz nach Coburg und lässt zahlreiche Baumaßen in Auftrag geben. Er lässt das Gymnasium Casimirianum erbauen und erklärt die Moritzkirche zu seiner Residenzkirche, in der er seine Eltern bestatten lässt. Zudem lässt er das Zeughaus und das Regierungsgebäude am Marktplatz erbauen. So verhilft er Coburg zu seiner ersten Blütezeit.

Doch als der Herzog kinderlos stirbt und auch sein Bruder keine Erben hat, wird das Land aufgeteilt und an fällt an die Fürsten von Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg. Im 30 jährigen Krieg belagern die Truppen Wallensteins die Veste. In den nächsten Jahren verkleinert sich das Herzogtum zusehends auf Grund von Erbteilungen, deshalb wird Mitte des 18. Jahrhunderts das Recht des erstgeborenen eingeführt. In der selben Zeit beginnt die Finanzlage des Herzogtums sich immer zu verschlechtern. Schließlich greift der Kaiser ein und entzieht dem Herzog Ernst Friedrich die Finanzhoheit. 1800 tritt Herzog Franz Friedrich Anton die Regentschaft an. Seine 11 Kinder und Kindeskinder heiraten in verschiedene europäische Adelshäuser ein. So heiratet Prinz Leopold von Coburg 1816 die englische Thronfolgerin Charlotte, doch Charlotte stirbt bei der Geburt ihres ersten Kindes. So besteigt schließlich Queen Victoria, Nichte von Leopold den Thron und heiratet wieder einen Coburger Prinzen, Prinz Albert.

Als Napoleon seinen Europafeldzug antritt, verbündet sich der Coburger Herzog mit ihm, um sich nicht selber von den Franzosen belagert, oder gar besetzt zu werden. Als Napoleon verliert wird auf dem Wiener Kongress eine Neuordnung festgelegt. Die Restauration setzt ein und in Zuge derer kommt der Herzog nicht daran herum eine Verfassung und einen Landtag 1821 einzuführen. So erhalten breitere Schichten der Bevölkerung ein Mitspracherecht an dem Geschick des Herzogtums. Doch durch die neue Verfassung ist das monarchistische Prinzip keines Falls gefährdet. Der Herzog unterbindet durch strenge Zensur jegliche revolutionären Strömungen in der Bevölkerung. 1826 erhält Herzog Ernst I. das Herzogtum Sachsen-Gotha er regiert nun ein Doppelherzugtum, dass allerdings kein einheitliches Territorium ist.

1860 wird in Coburg der erste deutsche Turnbund gegründet. Außerdem findet die Generalversammlung des Deutschen Nationalvereins statt. Zwei Jahre später wird der deutsche Sängerbund gegründet.
1918 dankt der letzte Coburger Fürst ab. In einer Volksabstimmung wird entschieden ob sich das ehemalige Herzogtum nun Bayern, oder Thüringen anschließen soll. Die Wahl entscheidet für Bayern und der Beschluss wird 1920 durchgeführt. Am "Deutschen Tag" 1922 versammeln sich rechte Gruppierungen aus dem gesamten Reich in Coburg, dabei ist auch Adolf Hitler. Da Coburg traditionell über ein starkes Nationalbewusstsein verfügt, vollzieht sich der Aufstieg der NSDAP schneller als in anderen Teilen Deutschlands.